HEUTE, am 15. Juli ist International Youth Skills Day. Der von der UNESCO ausgerufene Aktionstag macht darauf aufmerksam, wie wichtig es ist junge Menschen weltweit mit professionellen Fähigkeiten auszustatten, um ihre Zukunft selbst gestalten zu können. Doch was hat das mit Beteiligung und Mitsprache zu tun?
AM ENDE DES ARTIKELS findest du Top News zu politischen Entwicklungen in Sachen Jugendbeteiligung und unsere Tipps für Beteiligungsmöglichkeiten für DICH!
Jugendbeteiligung bedeutet: Junge Menschen werden zu gesellschaftlichen Gestaltungsfragen nicht nur gefragt, sondern in Entscheidungen einbezogen.
Dies ist ein Recht, das der Artikel 12 der UN-Kinderrechtskonvention festgeschrieben hat: Kinder und Jugendliche weltweit dürfen ihre Meinung frei äußern, und ihre Meinung muss angemessen berücksichtigt werden.
Dafür gibt es in Deutschland immer mehr Formate: Schülergremien, Beteiligungsprojekte in Kommunen oder die Jugendstrategie der Bundesregierung. Laut einer Studie des deutschen Kinderhilfswerkes gibt es in über 500 Kommunen Jugendparlamente mit Verschiedenen Ausprägungen von Gestaltungs- und Mitspracherechten gegenüber dem Stadtrat.
Erst im Mai durften wir ein vorbildliches Beispiel erleben: Vertreter des Jugendparlamentes Leipzig standen als Nominierte auf der Bühne der BANGER und HÄNGER Awards der SOS-Kinderdörfer weltweit. Sie wurden für ihr Engagement für die Leipziger Jugend im Stadtrat geehrt, deren Interessen sie vor dem politischen Gremium vertreten. Das verdient große Anerkennung!
Gleichzeitig bleibt Beteiligung oft ungleich verteilt. Die SOS-Kinderdörfer weltweit kritisieren, dass Beteiligungsrechte für junge Menschen in Deutschland noch nicht überall stark genug verankert sind – insbesondere im ländlichen Raum ist der Gestaltungsspielraum für junge Leute wesentlich geringer.
Doch die Beteiligung junger Menschen hat auch ganz andere Dimensionen!
In krisengeprägten Regionen oder Entwicklungsländern geht es bei Jugendbeteiligung oft viel stärker um existenzielle Fragen: Sicherheit, Bildung, Schutz vor Gewalt, Gesundheit, ein stabiles Zuhause. Denn wer nicht zur Schule gehen kann, auf der Flucht ist, hat oft andere Prioritäten.
Deshalb investieren die SOS-Kinderdörfer weltweit stark in den Bereich Bildung, um die Voraussetzung für Beteiligung zu schaffen. Das Rise & Help Programm bietet jungen Menschen u.a. in Palästina, Äthiopien und Ruanda an, sich in einer Art FSJ zu engagieren. Wenn dich das interessiert, schau mal hier vorbei. Dieses Engagement bedeutet Teilhabe und Selbstwirksamkeit und bringt Erfahrungen, die in Job und im Leben einen großen Stellenwert haben.
Dass solche Programme dringend gebraucht werden, zeigt ein Blick auf die Zahlen: Weltweit befinden sich rund 256 Millionen junge Menschen weder in einer beruflichen Ausbildung noch schulischen Bildung. Eine der wichtigsten Voraussetzungen, um sein Recht auf Beteiligung wahrnehmen zu können.
Der Vergleich zeigt: Jugendbeteiligung sieht nicht ĂĽberall gleich aus. In Deutschland heiĂźt sie oft: bessere politische Mitsprache, niedrigeres Wahlalter, Jugendgremien, Beteiligung in Schule und Kommune.
In krisengeprägten Regionen bedeutet es häufig: Zugang zu Bildung, Sicherheit, Schutz und ein stabiles Zuhause, um überhaupt die Kapazitäten zu haben ein Beteiligungsrecht wahrzunehmen!
đź“° Die wichtigsten Entwicklungen:
· Artikel: Landesregierung Mecklenburg Vorpommern nimmt Empfehlung für mehr Jugendbeteiligung an
· Artikel: Deutscher Bundestag - Jugend und Parlament 2026: Über 250 junge Menschen machen Politik wie im Bundestag
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